Die Bichektomie, auch bekannt als Entfernung des bukkalen Fettkörpers oder Wangenverschmälerung, gehört in den letzten Jahren zu den häufig diskutierten Eingriffen im Bereich der Gesichtsästhetik. Besonders in sozialen Medien tauchen Begriffe wie „Hollywood Cheeks“, „definiertere Wangenknochen“ oder „schmaleres Gesicht“ immer wieder auf. Doch bevor man über diesen Eingriff nachdenkt, sollte eine viel wichtigere Frage gestellt werden: Ist eine Bichektomie wirklich für jeden geeignet?
Die kurze Antwort lautet: Nein, eine Bichektomie ist nicht für jeden geeignet.
Jedes Gesicht ist anders. Gesichtsform, Alter, Hautqualität, Fettverteilung, Wangenknochen, Kinnlinie, Hautelastizität und der natürliche Alterungsprozess müssen gemeinsam bewertet werden. Bei manchen Patientinnen und Patienten kann die Reduktion des bukkalen Fettkörpers zu einer klareren Kontur im mittleren und unteren Gesichtsbereich beitragen. Bei anderen kann sie langfristig jedoch zu einem müden, eingefallenen oder älter wirkenden Gesichtsausdruck führen.
Genau deshalb sollte die Bichektomie nicht als einfacher Eingriff nach dem Motto „Ich möchte dünnere Wangen“ betrachtet werden. Gesichtsästhetik bedeutet immer Gleichgewicht. Wangen, Wangenknochen, Kinn, Kieferlinie, Schläfen, Hautqualität und Volumenverteilung müssen zusammen analysiert werden.
In diesem Artikel erklären wir, was eine Bichektomie ist, für wen sie geeignet sein kann, bei welchen Personen besondere Vorsicht geboten ist, ob der sogenannte „Hollywood-Cheek“-Look zu jedem Gesicht passt und welche langfristigen Auswirkungen möglich sind. Der Inhalt ist im fachlichen Rahmen von Dr. Ahmet Kaplan, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie in Istanbul, Türkei, vorbereitet.
Was ist eine Bichektomie?
Die Bichektomie ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem ein Teil des bukkalen Fettkörpers entfernt wird. Dieser Fettkörper liegt tief im Bereich der Wange und trägt zur Fülle des mittleren und unteren Gesichtsbereichs bei.
Der Eingriff wird in der Regel über einen kleinen Schnitt im Inneren des Mundes durchgeführt. Deshalb entsteht normalerweise keine sichtbare äußere Narbe auf der Haut. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Eingriff einfach oder risikofrei ist.
Im Wangenbereich befinden sich wichtige anatomische Strukturen wie Nervenäste, Blutgefäße und Speicheldrüsengänge. Deshalb erfordert eine Bichektomie eine sorgfältige Untersuchung, anatomisches Wissen und eine individuelle Operationsplanung.
Das Ziel ist nicht, jedes Gesicht schmaler zu machen. Richtiger gesagt: Bei geeigneten Patientinnen und Patienten kann die Bichektomie eine lokale Wangenfülle reduzieren und die Gesichtskontur unterstützen. Dieses Ziel ist jedoch nicht für jeden Gesichtstyp passend.
Ist Bichektomie dasselbe wie Wangenfettentfernung?
Im Alltag wird die Bichektomie häufig als „Wangenfettentfernung“ bezeichnet. Diese Beschreibung ist nicht völlig falsch, vereinfacht den Eingriff aber stark.
Bei dem entfernten Fett handelt es sich nicht um oberflächliches Fettgewebe, sondern um den bukkalen Fettkörper. Dieser liegt tiefer im Gesicht und erfüllt eine volumengebende Funktion. Bei manchen Menschen lässt er das Gesicht runder oder voller wirken. Bei anderen trägt er zu einem jungen, weichen und harmonischen Gesichtsausdruck bei.
Das ist ein sehr wichtiger Punkt: Nicht jedes Gesichtsvolumen ist etwas, das entfernt werden sollte. Richtig verteiltes Volumen kann sogar ein entscheidender Teil eines frischen und natürlichen Aussehens sein.
Mit zunehmendem Alter verliert das Gesicht ohnehin Volumen. Schläfen, Unterlidregion, Wangen und Mittelgesicht können im Laufe der Jahre an Fülle verlieren. Wenn bei einer ohnehin schmalen Gesichtsstruktur zu viel bukkales Fett entfernt wird, kann das Gesicht später stärker eingefallen wirken.
Was bedeutet der „Hollywood-Cheek“-Look?
Der Begriff „Hollywood Cheeks“ beschreibt meist ein Gesicht mit stärker betonten Wangenknochen, schmaleren Wangen und einer klareren unteren Gesichtskontur. In sozialen Medien wird dieser Look oft als ästhetisches Ideal dargestellt. In der plastischen Chirurgie sollte jedoch nicht einfach einem Trend gefolgt werden.
Ein Erscheinungsbild, das zu einer Person passt, muss nicht automatisch zu einer anderen passen. Ein rundes Gesicht, ein langes Gesicht, ein sehr schmales Gesicht und ein Gesicht mit bereits ausgeprägten Wangenknochen haben unterschiedliche Bedürfnisse.
Bei einer Person mit gut ausgeprägten Wangenknochen, stabiler Hautqualität und harmonischer Kieferlinie kann die Reduktion des bukkalen Fettkörpers anders wirken als bei einer Person mit bereits schmalem Gesicht oder sichtbarer Einziehung unterhalb der Wangenknochen.
Passt der Hollywood-Cheek-Look also zu jedem? Nein. Bei manchen Gesichtern kann eine stärkere Wangenverschmälerung die natürliche Weichheit des Gesichts reduzieren und langfristig einen müderen, härteren oder eingefallenen Ausdruck erzeugen.
Ist eine Bichektomie für jeden geeignet?
Nein, eine Bichektomie ist nicht für jeden geeignet. Die richtige Patientenauswahl ist vielleicht der wichtigste Teil dieses Eingriffs. Denn es handelt sich um eine volumenreduzierende Operation. Das entfernte Fett kann nicht einfach in derselben Form wiederhergestellt werden.
Bei der Beurteilung sollten Gesichtsform, Alter, Hautqualität, Ursache der Wangenfülle, Gewichtsstabilität, Wangenknochenstruktur, Kieferlinie und die gesamten Gesichtsproportionen berücksichtigt werden.
Manchmal entsteht die Fülle im Gesicht gar nicht durch den bukkalen Fettkörper. Sie kann mit allgemeinem Körpergewicht, Wassereinlagerungen, Muskelstruktur, Knochenform oder genetischen Faktoren zusammenhängen. In solchen Fällen führt eine Bichektomie möglicherweise nicht zum erwarteten Ergebnis.
Beim falschen Patienten kann der Eingriff das Gesicht zwar schmaler machen, aber nicht unbedingt harmonischer. In manchen Fällen kann es älter, müder oder weniger natürlich wirken.
Wer kann für eine Bichektomie geeignet sein?
Eine Bichektomie kann bei ausgewählten Personen erwogen werden, die eine ausgeprägte Fülle im mittleren und unteren Wangenbereich haben, ein stabiles Gewicht aufweisen, eine gute Hautelastizität besitzen und deren Gesichtsproportionen für den Eingriff geeignet sind.
Sie kann dann in Betracht gezogen werden, wenn die rundliche Gesichtsform tatsächlich mit einem ausgeprägten bukkalen Fettkörper zusammenhängt. Volle Wangen allein reichen jedoch nicht automatisch aus, um für den Eingriff geeignet zu sein.
Zunächst muss geklärt werden, ob die Wangenfülle wirklich vom bukkalen Fettkörper ausgeht. Außerdem müssen die Erwartungen realistisch sein. Eine Bichektomie sollte nicht als Eingriff verstanden werden, der das gesamte Gesicht vollständig verändert.
Bei geeigneten Patientinnen und Patienten kann das Ziel eine definiertere Gesichtskontur sein. Die Ergebnisse können jedoch von Person zu Person unterschiedlich ausfallen.
Wer sollte bei einer Bichektomie besonders vorsichtig sein?
Personen mit von Natur aus schmalem Gesicht sollten sehr sorgfältig beurteilt werden. Bei ihnen kann die Entfernung von Wangenvolumen zu einer übermäßigen Einziehung führen, manchmal sogar schon mittelfristig.
Auch Menschen, die bereits eine sichtbare Vertiefung unterhalb der Wangenknochen haben, sollten vorsichtig sein. Eine Bichektomie kann diese Vertiefung verstärken und das Gesicht eingefallener wirken lassen.
Vorsicht ist auch bei schwacher Hautelastizität, beginnender Gesichtserschlaffung, starken Gewichtsschwankungen oder einer Neigung zu Volumenverlust im Gesicht geboten. In solchen Fällen muss der langfristige Effekt besonders genau besprochen werden.
Auch das Alter spielt eine Rolle. In sehr jungen Jahren können Fettverteilung und Gesichtsproportionen sich noch verändern. Eine Entscheidung nur aufgrund eines kurzfristigen Schönheitstrends ist daher nicht sinnvoll.
Kann eine Bichektomie im Alter eingefallene Wangen verursachen?
Es wäre nicht richtig zu sagen, dass jede Bichektomie im Alter automatisch zu eingefallenen Wangen führt. Bei falscher Patientenauswahl oder übermäßiger Entfernung des Fettkörpers kann das Risiko für ein ausgehöhltes oder müdes Aussehen jedoch steigen.
Mit dem Alter verliert das Gesicht auf natürliche Weise Volumen. Die Fettkompartimente im Gesicht können kleiner werden, sich verlagern oder an Unterstützung verlieren. Die Haut kann an Elastizität abnehmen, und die Gewebe können nach unten sinken.
Wenn der bukkale Fettkörper in jungen Jahren zu stark reduziert wird, kann dieser natürliche Volumenverlust später deutlicher sichtbar werden. Deshalb sollte eine Bichektomie nicht nur nach dem aktuellen Aussehen geplant werden.
Eine wichtige Frage lautet: Wie könnte dieses Gesicht in 5 oder 10 Jahren altern?
Gesichtsalterung und Bichektomie
Gesichtsalterung bedeutet nicht nur Faltenbildung. Sie betrifft Knochenstruktur, Haut, Bänder, Fettkompartimente, Muskeln und die allgemeine Gewebequalität.
Ein junges Gesicht hat oft eine harmonische Volumenverteilung. Mit den Jahren kann das Mittelgesicht an Fülle verlieren, die Hautunterstützung kann schwächer werden und das Gewebe kann sich nach unten verlagern.
Deshalb müssen Eingriffe, die Gesichtsvolumen reduzieren, besonders vorsichtig geplant werden. Bei der richtigen Person kann eine Bichektomie die Kontur unterstützen. Bei einer ungeeigneten Person kann sie die Zeichen der Alterung später verstärken.
Schmalere Wangen bedeuten nicht automatisch ein besseres Gesicht. Manchmal ist das Volumen, das heute als störend empfunden wird, genau das Volumen, das dem Gesicht später Natürlichkeit und Frische geben könnte.
Wird das Gesicht direkt nach der Bichektomie schmaler?
Nein, das Gesicht wirkt nach einer Bichektomie nicht sofort endgültig schmaler. In den ersten Tagen und Wochen ist Schwellung normal. Die Wangen können sogar zunächst voller, gespannter oder empfindlicher erscheinen.
Manche Patientinnen und Patienten sind in dieser Phase verunsichert und denken: „Mein Gesicht sieht immer noch geschwollen aus.“ Das kann jedoch ein normaler Teil der Heilung sein.
Die eigentliche Kontur wird sichtbarer, wenn die Schwellung zurückgeht. Dieser Prozess kann mehrere Wochen bis einige Monate dauern. Das endgültige Ergebnis sollte daher nicht zu früh beurteilt werden.
Ist eine Bichektomie eine Methode zum Abnehmen?
Nein. Eine Bichektomie ist keine Methode zur Gewichtsreduktion. Sie reduziert nicht das Körpergewicht und ersetzt keine Gewichtskontrolle.
Wenn die Gesichtsfülle mit allgemeiner Gewichtszunahme zusammenhängt, kann die Entfernung des bukkalen Fettkörpers möglicherweise nicht den gewünschten Effekt erzielen. Außerdem können spätere Gewichtsschwankungen das Gesicht erneut verändern.
Nimmt eine Person nach dem Eingriff zu, kann das Gesicht an anderen Stellen wieder voller werden. Nimmt sie stark ab, kann das Gesicht insgesamt schmaler oder eingefallener wirken.
Die Bichektomie ist ein Eingriff zur Gesichtskonturierung bei ausgewählten Personen. Sie sollte nicht als Lösung zum Abnehmen betrachtet werden.
Hinterlässt eine Bichektomie sichtbare Narben?
Die Bichektomie wird üblicherweise über einen kleinen Schnitt im Mund durchgeführt. Daher ist von außen in der Regel keine sichtbare Hautnarbe zu erwarten.
Trotzdem bedeutet das nicht, dass die Nachsorge unwichtig ist. Da sich der Schnitt im Mund befindet, sind Mundhygiene, Ernährung und die ärztlichen Pflegehinweise besonders wichtig.
Die Schleimhaut im Mund kann häufig gut heilen, doch Reizung oder Infektion müssen vermieden werden. Auch wenn von außen keine Narbe sichtbar ist, handelt es sich trotzdem um einen chirurgischen Eingriff.
Wie verläuft die Erholung nach einer Bichektomie?
In den ersten Tagen nach einer Bichektomie können Schwellung, leichte Schmerzen, Empfindlichkeit, Spannungsgefühl im Mund oder Beschwerden beim Kauen auftreten. Die Intensität ist individuell unterschiedlich.
Häufig wird zu Beginn eine weiche Ernährung empfohlen. Sehr heiße, harte, scharfe oder reizende Lebensmittel können vorübergehend vermieden werden. Auch eine sorgfältige Mundhygiene ist wichtig, weil die kleine Wunde im Mund liegt.
Viele Patientinnen und Patienten können relativ früh in den Alltag zurückkehren. Die vollständige Rückbildung der Schwellung kann jedoch länger dauern. Das endgültige Gesichtskontur-Ergebnis sollte mit Geduld beurteilt werden.
Ist eine Bichektomie dauerhaft?
Der entfernte bukkale Fettkörper kommt nicht in derselben Form zurück. Deshalb kann die Bichektomie eine langfristige Wirkung haben. Das Gesicht verändert sich jedoch weiterhin im Laufe der Zeit.
Alterung, Gewichtsschwankungen, Hautelastizität, Knochenstruktur und Veränderungen der Weichteile beeinflussen das spätere Erscheinungsbild.
Wichtig ist also die Unterscheidung: Das entfernte Fett kehrt nicht einfach zurück, aber der natürliche Alterungsprozess des Gesichts geht weiter. Genau deshalb sollte die Entscheidung mit langfristigem Blick getroffen werden.
Kann nach einer Bichektomie Asymmetrie auftreten?
Das menschliche Gesicht ist von Natur aus nicht vollkommen symmetrisch. Nach einer Bichektomie kann Schwellung in den ersten Wochen dazu führen, dass eine Wange anders aussieht als die andere. Diese vorübergehende Asymmetrie kann Teil der Heilung sein.
Wenn die Asymmetrie jedoch deutlich ist, eine Seite zunehmend anschwillt, Schmerzen stärker werden oder im Mund ein ungewöhnliches Problem auftritt, sollte der Chirurg kontaktiert werden.
Wichtig ist auch, bereits vor der Operation bestehende Asymmetrien zu bewerten. Manchmal bemerken Patientinnen und Patienten nach dem Eingriff Unterschiede, die bereits vorher vorhanden waren, aber vorher nicht bewusst wahrgenommen wurden.
Kann eine Bichektomie auch bei Männern durchgeführt werden?
Ja, eine Bichektomie kann auch bei geeigneten Männern erwogen werden. Die männliche Gesichtsästhetik muss jedoch gesondert beurteilt werden.
Beim männlichen Gesicht spielen Kieferlinie, Kinn, Wangenknochen und Bartlinie eine wichtige Rolle. Eine zu starke Wangenverschmälerung kann das Gesicht müde, zu dünn oder weniger maskulin wirken lassen.
Das Grundprinzip ist bei Männern und Frauen gleich: Eine Bichektomie sollte nur dann erwogen werden, wenn sie zur individuellen Anatomie und langfristigen Gesichtsproportion passt.
Gibt es Alternativen zur Bichektomie?
Bei manchen Personen können andere Ansätze sinnvoller sein als eine Bichektomie. Wenn die Gesichtsfülle mit dem Körpergewicht zusammenhängt, kann Gewichtsstabilisierung wichtiger sein. Wenn die Kieferlinie unklar wirkt oder das Kinn zurückliegt, verbessert eine reine Wangenverschmälerung möglicherweise nicht die Harmonie des Gesichts.
In anderen Fällen liegt das Problem nicht im Wangenfett, sondern in fehlender Wangenknochenunterstützung, einer anderen Kinnproportion oder der allgemeinen Gesichtsstruktur.
In der Gesichtsästhetik ist es manchmal genauso wichtig zu wissen, was man nicht tun sollte. Eine gute Beurteilung dient auch dazu, unnötige Eingriffe zu vermeiden.
Wie beeinflussen soziale Medien die Wahrnehmung der Bichektomie?
In sozialen Medien wird die Bichektomie oft als schneller, einfacher und für jeden geeigneter Eingriff dargestellt. Doch gefilterte Fotos, Contouring-Make-up, Licht, Kamerawinkel und Bildbearbeitung können das Gesicht stark verändern.
Das Gesicht, das man im Spiegel sieht, wirkt nicht immer gleich wie auf der Frontkamera. Eine andere Perspektive kann Wangen breiter oder schmaler erscheinen lassen.
Deshalb sollten ästhetische Entscheidungen nicht allein auf Online-Bildern beruhen. Eine Bichektomie sollte nur dann in Betracht gezogen werden, wenn Anatomie, Proportionen und langfristige Gesichtsbalance dafür geeignet sind.
Warum ist die richtige Patientenauswahl so wichtig?
Die Bichektomie ist ein volumenreduzierender Eingriff. Wenn zu viel Volumen entfernt wird oder die Person nicht geeignet ist, lässt sich der Effekt nicht einfach rückgängig machen.
Bei geeigneten Patientinnen und Patienten kann eine natürliche und ausgewogene Kontur angestrebt werden. Bei ungeeigneten Personen kann das Gesicht älter, müder oder eingefallener wirken.
Die richtige Auswahl umfasst Gesichtsanalyse, Alter, Hautqualität, Volumen des bukkalen Fettkörpers, Wangenknochen, Kieferlinie und persönliche Erwartungen. Allein die Aussage „Meine Wangen sind voll“ reicht nicht aus.
Manchmal gehört zu einer verantwortungsvollen Beurteilung auch der Satz: „Dieser Eingriff ist möglicherweise nicht für Sie geeignet.“ In der ästhetischen Chirurgie kann genau dieser Satz sehr wichtig für Sicherheit und langfristige Zufriedenheit sein.
Welche Fragen sollte man vor einer Bichektomie stellen?
Vor einer Bichektomie ist es sinnvoll zu fragen, ob die eigene Gesichtsstruktur wirklich für den Eingriff geeignet ist. Ebenso wichtig ist die Frage, ob die Wangenfülle tatsächlich vom bukkalen Fettkörper oder von anderen Faktoren stammt.
Man sollte auch nach den langfristigen Effekten fragen: Wie könnte sich das Gesicht mit dem Alter verändern? Wie lange dauert die Schwellung? Wie sollte die Mundhygiene erfolgen? Welche Risiken müssen berücksichtigt werden?
Eine gute Entscheidung in der ästhetischen Chirurgie entsteht nicht nur aus der Frage „Was kann gemacht werden?“, sondern auch aus der Frage „Was ist für mein Gesicht wirklich sinnvoll?“
Bichektomie-Beurteilung mit Dr. Ahmet Kaplan in Istanbul, Türkei
Auch wenn die Bichektomie wie ein kleiner Eingriff im Bereich der Wangen erscheinen kann, beeinflusst sie die gesamte Gesichtsbalance. Deshalb sollte die Beurteilung nicht nur auf die Wangen beschränkt sein.
Wangenknochen, Mittelgesicht, Kieferlinie, Kinn, Hautelastizität und zukünftige Alterung sollten gemeinsam betrachtet werden.
Dr. Ahmet Kaplan, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie in Istanbul, Türkei, bewertet bei einer Bichektomie die richtige Patientenauswahl, realistische Erwartungen und die langfristige Harmonie des Gesichts.
Das Ziel ist nicht, zu einem Eingriff zu drängen, sondern medizinisch realistische Informationen bereitzustellen. In der Gesichtsästhetik beginnt eine bewusste Entscheidung immer mit einer individuellen Bewertung.
Fazit: Bichektomie kann beliebt sein, ist aber nicht für jeden geeignet
Die Bichektomie kann bei ausgewählten Personen dazu beitragen, Wangenfülle zu reduzieren und die Gesichtskontur zu definieren. Sie ist jedoch nicht für jeden geeignet.
Menschen mit von Natur aus schmalem Gesicht, Einziehungen unter den Wangenknochen, schwacher Hautelastizität oder erhöhtem Risiko für Volumenverlust mit zunehmendem Alter müssen besonders sorgfältig beurteilt werden.
Der sogenannte Hollywood-Cheek-Look passt nicht zu jedem Gesicht. Ein Trend aus sozialen Medien kann mit den natürlichen Proportionen einer Person unvereinbar sein.
Der entfernte bukkale Fettkörper kommt nicht in derselben Form zurück. Deshalb sollte vor dem Eingriff nicht nur der aktuelle Wunsch nach schmaleren Wangen betrachtet werden, sondern auch die langfristige Gesichtsalterung.
Wer eine Bichektomie in Istanbul, Türkei, in Betracht zieht, sollte sich für eine individuelle Beurteilung entscheiden, die Anatomie, Proportionen, Hautqualität und realistische Erwartungen gemeinsam berücksichtigt.
Häufig gestellte Fragen
Ist eine Bichektomie für jeden geeignet?
Nein. Eine Bichektomie ist nicht für jeden geeignet. Gesichtsform, Alter, Hautqualität, Wangenvolumen und natürlicher Alterungsprozess müssen gemeinsam bewertet werden.
Passt der Hollywood-Cheek-Look zu jedem Gesicht?
Nein. Dieser Look passt nicht zu jedem Gesicht. Bei manchen Personen kann er ein zu eingefallenes, müdes oder weniger natürliches Erscheinungsbild erzeugen.
Kann eine Bichektomie mit dem Alter eingefallene Wangen verursachen?
Nicht bei jedem Patienten. Bei ungeeigneter Patientenauswahl oder übermäßiger Fettentfernung kann das Risiko für eingefallene Wangen im Laufe der Jahre jedoch steigen.
Ist eine Bichektomie dauerhaft?
Der entfernte bukkale Fettkörper kehrt nicht in derselben Form zurück. Das Gesicht verändert sich jedoch weiterhin durch Alterung, Gewichtsschwankungen und Hautelastizität.
Macht eine Bichektomie das Gesicht schlanker?
Sie ist keine Methode zur Gewichtsreduktion. Sie kann bei geeigneten Personen die Gesichtskontur beeinflussen, ersetzt aber keine Gewichtsregulation.
Wird das Gesicht direkt nach der Bichektomie schmaler?
Nein. In den ersten Tagen und Wochen kann Schwellung auftreten. Die endgültige Kontur zeigt sich meist schrittweise, wenn die Schwellung abnimmt.
Hinterlässt eine Bichektomie sichtbare Narben?
In der Regel nicht, da der Schnitt im Mund durchgeführt wird. Dennoch sind Mundhygiene und postoperative Pflege wichtig.
Kann eine Bichektomie bei Männern durchgeführt werden?
Ja, bei geeigneten Männern kann sie erwogen werden. Die männlichen Gesichtsproportionen sollten jedoch sorgfältig beurteilt werden, um eine zu starke Verschmälerung zu vermeiden.
Sollten Menschen mit schmalem Gesicht eine Bichektomie vermeiden?
Menschen mit schmalem Gesicht sollten sehr vorsichtig beurteilt werden. Eine Reduktion des Wangenvolumens kann langfristig ein eingefallenes Aussehen verstärken.
Kann nach der Bichektomie Asymmetrie entstehen?
Vorübergehende Asymmetrie durch Schwellung ist möglich. Deutliche oder zunehmende Asymmetrie sollte ärztlich beurteilt werden.
Wie lange dauert die Erholung nach einer Bichektomie?
Schwellung und Empfindlichkeit können einige Tage bis Wochen anhalten. Die endgültige Kontur kann sich über mehrere Wochen oder Monate entwickeln.
Was sollte vor einer Bichektomie bewertet werden?
Gesichtsstruktur, Hautqualität, Alter, Gewichtsstabilität, Wangenknochen, Kieferlinie, bukkales Fettvolumen und zukünftige Gesichtsalterung sollten gemeinsam beurteilt werden.





